Tefal FR 7013 Oleoclean Inox und Design Kaltzonen-Fritteuse

  • Posted on November 4, 2012 at 11:09

Ich habe mir unlängst eine neue Fritteuse zugelegt… hier die Rezension die ich dazu auf Amazon veröffentlicht habe:

Tefal FR 7013 Oleoclean Inox und Design Kaltzonen-Fritteuse

Als unsere letzte Fritteuse, ebenfalls der Marke Tefal, urplötzlich den Geist aufgab, musste zügig aber wohlüberlegt eine Neuer her. Ich habe mich eine Zeit lang intensiv über verschiedene Geräte informiert, Rezensionen gelesen und Menschen persönlich nach ihrer Erfahrung gefragt, bis ich schliesslich vor der Wahl zwischen einer Actifry und diesem Modell hier stand. Der ausschlaggebende Punkt für die Entscheidung zur Oleoclean war am Ende neben dem sichtlichen Preisunterschied eben die Ölfilterung.
Als die Oleoclean bei mir ankam, war mein erster Gedanke:”schön ist sie ja nicht gerade”, da sie doch relativ groß wirkt, insbesonders in der Höhe und so ganz anders als mein altes Modell. Aber da sie nicht schön sein soll, sondern gute Leistung erzielen, ist dieses für mich nur nebensächlich.
Sie macht allgemein durch das Edelstahlgehäuse einen optisch ansprechbaren Eindruck, gefällt mir zumindest besser, als weiße Kunststoffgehäuse, die sich mit fortgeschrittenem Gebrauch immerweiter unschön ins gelbliche verfärben.
Als sehr positiv empfinde ich die Tatsache, dass sich diese Fritteuse beinahe komplett zerlegen und in der Spülmaschine reinigen lässt.
Für mich am wichtigsten ist aber die Handhabung des Fettes. Da ich dieses Gerät am Ende gewählt habe, damit ich mich nicht mehr mit einer vollen Fritteuse herumplagen muss (das Gerät steht bei mir bei Nichtgebrauch oben auf dem Schrank, was bei einer vollen Fritteuse aufgrund des Gewichtes auch nicht immer so einfach ist), war ich sehr gespannt, ob die Ölfilterung verspricht was sie hält.
Zunächst habe ich festes Fett verwendet. Da ich mit einem früheren Gerät die unschöne Erfahrung gemacht habe, dass man das Fett nicht direkt in der Fritteuse verflüssigen sollte (man lernt halt dazu), habe ich das Stangenfett zunächst in einem Topf verflüssigt und dann in den Frittierbehälter gegeben. Das fand ich etwas umständlich und auch nicht ganz ungefährlich, da es ja doch beim Schmelzen schon eine gewisse Temperatur annimmt. Zudem habe ich jedes Mal zusätzlichen Abwasch mit dem Topf, in dem ich das Fett vorschmelze. Das Fett anschliessend abzulassen verläuft problemlos, es kann im Auffangbehälter belassen werden, wo es sich wieder verfestigt. Das Problem anschliessend ist nur: es soll kühl gelagert werden, was bei mir im Kühlschrank der Fall war, doch dort nimmt der Behälter dann ein gutes Stück Platz weg. Wenn man das Fett wieder verwenden möchte, muss man es aus der Form drücken bzw schneiden, direkt lösen lies es sich bei mir nicht, erneut verflüssigen und in die Fritteuse geben, was ich als sehr zeitaufwendig empfinde.Nach etwa 3-4 Frittiervorgängen habe ich das Fett entsorgt (es war zu dem Zeitpunkt noch sehr sauber, die Filtervorgänge sind wirklich gut, ich verwende es nun noch anderweitig) und bin auf flüssiges Fett (Frittieröl) umgestiegen. Die Handhabung hier ist doch um einiges einfacher, einfach das Öl in den Behälter füllen und nach dem Benutzen wieder ablassen.Beim Zurückfüllen in die Flaschen ist zugegebenermaßen, vor allem wenn man keinen Trichter zur Verfügung hat, etwas Treffsicherheit von Vorteil, aber mit etwas Übung geht das schon. Die Flaschen mit dem Öl bewahre ich im Gegensatz zum Behälter mit dem festen Fett im Vorratskeller auf. Nach der ersten Filterung war das Öl sauber, wie unbenutzt.
Die Filtermöglichkeit hat mich definitiv überzeugt. Zum einen weil es mir so möglich ist, an unterschiedlichen Tagen verschiedene Dinge im gleichen Öl zu frittieren (zb Pommes und Fisch, was ich sonst überhaupt nicht leiden mag). Zum anderen habe ich immer ein sauberes Gerät auf dem Schrank stehen, da ich die Fritteuse nach dem Benutzen komplett in die Spülmaschine gebe, nur das Heizelement samt Bedienfeld wische ich mit einem Tuch sauber. Ausserdem entfällt das Hantieren mit möglicherweise noch heissem Fett, wenn man das Gerät wegstellen möchte, da das Fett sobald es die richtige Temperatur erreicht hat, automatisch in den Behälter abläuft (vorausgesetzt man stellt den Regler so ein!).

Die Bedienung der Fritteuse ist sehr einfach, es gibt keinen überflüssigen Schnickschnack. Einschalten, Temperatur einstellen, fertig. Das Kontroll-Licht ist ein wenig unpraktisch angebracht, es ist unscheinbar und man sieht es nicht so gut, aber irgendwann hat man eh zeitlich im Gefühl, wann das Gerät soweit ist.
Meines Erachtens heizt die Fritteuse sehr schnell auf und findet auch nach Zugabe des Gefrierguts sehr schnell die gewählte Temperatur wieder. Unsere Pommes wurden bisher immer sehr lecker.

Der Korb ist groß genug um eine ausreichende Menge Pommes zu machen, dennoch gebe ich meistens ein Kilo TK-Ware in zwei Schritten hinein, damit sie genug Platz haben im Fett zu schwimmen und lecker zu werden. Er hat, wie meine alte Fritteuse, keine automatische Korb-Absenkung, sondern muss von alleine ins Fett herabgelassen werden, aber das ist unproblematisch. Zum Abtropfen kann der Korb innen eingehängt werden. Der Griff des Korbes lässt sich zur Aufbewahrung nach innen umklappen. Bei meinem alten Frittierkorb hakte sich gerne mal der Griff am Korb aus, auch während der Nutzung, und baumelte frei herum, was ich dann nicht gerade als ungefährlich empfand (nicht so lustig mit einem vollen Korb zu hantieren, wenn sich grad der Griff vom selbigen verabschiedet)

Das Sichtfenster im Deckel, der relativ dünn ist und lose aufliegt, ist keine große Hilfe, er beschlägt und man sieht nicht sonderlich viel, aber ich schaue sowieso meist nach einer bestimmten Zeit bei angehobenem Deckel nach meinem Essen.

Das Kabel ist relativ kurz, es reicht bei mir gerade so vom Standplatz zur Steckdose, aber so hängt es auch nirgendwo überflüssig herum und kann auch nicht zur Stolperfalle oder “Hängenbleibfalle” werden. Das Kabelfach, von dem ich hier eben erst noch gelesen habe, ist mir ehrlich gesagt noch entgangen, habe das Kabel bisher einfach oben drüber gelegt, danach werde ich später noch mal schauen :-)

Das Gerät selbst ist wie gesagt gut zu Handhaben, es wird von aussen warm (auch der Deckel) aber nicht übermäßig heiss und natürlich muss man, wie auch beim Kochen mit einem geschlossenen Kochtopf, ein wenig auf den austretenden Dampf acht geben. Man darf halt nicht vergessen, dass die Lebensmittel bei hohen Temperaturen gegart werden! Es handelt sich um relativ dünnes Blech, dadurch hat sie aber auch ein geringes Gewicht, was die Handhabung für mich persönlich doch auch ein wenig erleichtert!

Der Preis von etwas über 100 Euro für das Gerät ist meiner Meinung nach gerechtfertigt, wenn man Vergleiche zu ähnlichen Geräten zieht, zumal es ursprünglich ja um einiges teurer gewesen ist.

Ich kann die Fritteuse nur jedem empfehlen, dem die Optik nicht ganz so wichtig ist, der aber Wert auf sauberes Arbeiten und gute Ergebnisse legt.

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